Aktuelles Mobile Kräuterschule Dezember 2011
Niseema Dorothea Broos Kräuterpädagogin®, Reikilehrerin, Beratungen für mehr Lebensqualität
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Aktuelles aus der mobilen Kräuterschule im Monat Dezember 2011
Liebe Kräuterfreunde,
„bald ist es wieder soweit, dann beginnt die frohe Weihnachtszeit“. Die Zeit bis dahin verbringen wir in der Regel geschäftig, noch eben Geld verdienen, einkaufen, über die Weihnachtsmärkte schlendern und Glühwein trinken.
Seit dem ich in der Eifel wohne, freue ich mich besonders auf die Adventszeit.
Ich bin froh, der Natur so nahe zu sein. Auch jetzt, wo Altes vergeht und vielleicht der Schnee bald alles mit einer weißen Decke überzieht, finde ich es wunderschön bei Kerzenlicht und dem Duft räuchernder Kräuter und Harze in stillen Momenten einfach nur die Ruhe zu genießen.
In der Kräuterschule geht es in diesen Tagen ebenfalls ruhiger zu und erst im Januar 2012 beginnen wir mit neuen Seminaren.
Da das letzte Seminar über heimische Räucherkräuter so wunderschön war und sehr viel Anklang fand, haben wir uns entschlossen auch im Januar wieder mit Gästen heimische Kräuter, Wurzeln und Harze zu verräuchern und Neues zu probieren.
Übrigens könnt Ihr auch Geschenkgutscheine für Eure Lieben zu Weihnachten erwerben. Dieser hat dann eine Gültigkeit von einem Jahr und Eure Beschenkten können sich aussuchen wie und wann sie die Kräuterschule besuchen möchten. Schaut auf meine Webseite, dort sind auch schon die ersten Termine für das Jahr 2012 zu finden.
Ich wünsche Euch allen eine segensreiche Adventszeit!
Heute möchte ich über einen Baum schreiben, der viel mit Altem loslassen und Reinigung zu tun hat, nämlich der Wacholderbaum.
© Thorsten Schier - Fotolia.com
Heute möchte ich über einen Baum schreiben, der viel mit Altem loslassen und Reinigung zu tun hat, nämlich der Wacholderbaum.
Wacholder Juniperus communis
Familie der Zypressengewächse – Cypreacaea
Der Wacholderbaum ist ein Baum der Schwelle, unsere Ahnen, so heißt es, wirken durch ihn. Er wurde gerne auf Friedhöfen gepflanzt. Diese Tradition führt uns zurück zu unseren Vorfahren.
Der Wachholder gehört zu den Heilbäumen und es wurden u.a. auch mit seinem Holz die neunerlei oder siebenerlei Hölzer entfacht, um Krankheiten aus dem Dorfe zu vertreiben oder sich und die Tiere davor zu schützen. Menschen und Tiere gleichermaßen mussten den Rauch dafür passieren. In den Zeiten der Pest und anderen großen Krankheiten, war es auch der Wacholder, der vor Ansteckungen schützen sollte. Man räucherte die Krankenzimmer aus und stellte sich selbst in den Rauch. Das Öl und das Harz des Wacholders dienten Heilzwecken.
In der Tat wirkt der Wacholder desinfizierend. Schon sehr früh erkannte man, dass Fleisch oder Fisch in Wacholder geräuchert besonders geschmackvoll und auch länger haltbar ist.
Der Wacholder ist in Europa bis nach Grönland, Nordamerika und im westlichen Nordafrika zu finden. Er wächst in Heiden und Moore, auf Kalk-Magerweiden vom Tiefland bis in Höhen von 1600 m.
Die Blüten sind zweihäusig und seine Früchte sind sogenannte Beerenzapfen.
Sie benötigen zwei Jahre, um zu reifen. Erst im zweiten und dritten Jahr werden die Beeren blauschwarz. Sie dienen vielen Vogelarten als Futter.
Man findet an einem Wacholder stets reife und unreife Früchte gleichzeitig. Die reifen Beeren werden im September bis Oktober geerntet.
Der Wacholder ist ein geschützter Baum und nur seine Beeren dürfen gepflückt werden.
Volksheilkundliches
Die Wacholderbeeren wirken wassertreibend. Sie beeinflussen auch günstig Rheumaleiden und Gicht. Außerdem nimmt man Wacholderbeeren gegen Blähungen, Sodbrennen, Galle und Leberleiden und bei übelriechenden Durchfällen. Sebastian Kneipp hat den Wacholder wärmstens empfohlen.
In der Schwangerschaft und bei Nierenerkrankungen ist der Wacholder nicht angesagt.
Kulinarisches.
Sauerkraut ohne Wacholderbeeren ist kaum vorstellbar. Königsberger Klopse mit Wacholder soll ebenfalls sehr schmackhaft sein. Zu Fisch und Fleisch den Wacholder nicht vergessen.
Räucherungen:
Da der Wacholder geschützt ist, dürfen nur die Früchte verräuchert werden.
Er klärt den Geist, beruhigt und hält auch wach (Wacholder). Er reinigt die Aura und schützt gleichermaßen. Ausserdem wirkt er desinfizierend und während der Grippezeit wunderbar einzusetzen. Das ätherische Öl hat eine ähnliche Wirkung.
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harz, Campher, Pektine
Verantwortlich für dieses journalistisch-redaktionell gestaltete Angebot: Niseema Dorothea Broos (Anschrift und Kontaktdaten siehe oben).
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